Standardbreiten, Korpusbreite und Frontbreite
Küchenunterschränke werden in typischen Rasterbreiten angeboten, beispielsweise 30, 40, 45, 50, 60, 80, 90, 100 oder 120cm. Diese Angabe bezeichnet die Korpusbreite, also das Außenmaß des Möbelkorpus.
Die sichtbare Schubladenfront ist um einige Millimeter schmaler als der Korpus, sodass bei zwei nebeneinander stehenden Schränken eine leichte Fuge zwischen den Fronten entsteht. Für die Planung eines passgenauen Besteckeinsatzes sind weder Korpus- noch Frontbreite ausreichend, weil die tatsächlich nutzbare Schubladenbreite zusätzlich von Korpusstärke und verwendetem Schubladensystem abhängt.
Korpusstärke oder Materialstärke
Die Korpusstärke bezeichnet die Dicke der Seitenwände des Möbelkorpus. Sie beeinflusst unmittelbar die lichte Breite und damit auch den Raum, der für Schublade und Innenausstattung zur Verfügung steht.
Lichte Breite oder lichte Korpusbreite
Die lichte (Korpus-)Breite bezeichnet den freien Abstand zwischen zwei Bauteilen. Bei einem Küchenmöbel ist damit der Innenraum zwischen den beiden Korpusseiten gemeint. Spricht man von der lichten Breite einer Schublade, ist damit das Innenmaß von links nach rechts gemeint.
Korpustiefe
Die Korpustiefe beschreibt die gesamte äußere Tiefe des Möbelkorpus von vorne nach hinten. Sie sagt noch nicht aus, wie tief die darin verbaute Schublade tatsächlich ist.
Lichte Tiefe
Die lichte Tiefe bezeichnet den frei nutzbaren Raum innerhalb eines Möbelkorpus oder einer Schublade, von vorne nach hinten gemessen. Beim Möbelkorpus weicht sie beispielsweise durch die Rückwand vom Außenmaß ab. In einer Schublade ist damit der Abstand zwischen Vorder- und Hinterstück gemeint.
Innenmaß und Schubladeninnenmaß
Das Innenmaß beziehungsweise Schubladeninnenmaß beschreibt die tatsächlich nutzbare Grundfläche innerhalb der Schublade. Für die Fertigung unserer Besteckeinsätze ziehen wir von Breite und Tiefe jeweils 2mm Toleranz ab, damit der Einsatz später sicher und passgenau in die Schublade eingesetzt werden kann.
Fronthöhe, Schubladenhöhe und lichte Höhe
Die sichtbare Höhe der Möbelfront, die Höhe des eigentlichen Schubkastens und die frei nutzbare Höhe innerhalb der Schublade können deutlich voneinander abweichen. Für hohe Einsätze oder zusätzliche Ebenen ist deshalb die lichte Höhe entscheidend. Sie bezeichnet den freien Abstand zwischen dem Schubladenboden und der Unterkante der nächsthöheren Ebene – also beispielsweise dem Korpusboden, der Arbeitsplatte oder der darüberliegenden Schublade.